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Unser selbst- entworfenes und gebautes Insektenhotel
#71
Eure selbstgebastelten Bienenunterkünfte sehen toll aus.
Meine eigenen Versuche waren immer für die Katz'.
Also kaufte ich 2013 etliche Hotels zur Wilden Biene aus Terrakotta.
Die sind immer gut belegt und niemand anders macht sich dran zu schaffen freu
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#72
ok, das wusste ich nicht, dass die Risse gefährlich sein können. Aber das Hotel gibt es eh nicht mehr, es stand auf der Terrasse des alten Hauses. Für ein Neues hab ich noch nicht den richtigen Platz gefunden, ich will den Ein- und Auszug ja auch beobachten können Zopfie_ja

Wir haben viel totes Holz im Garten, das ist schon ganz schön durchlöchert. In einer Zwetschge, bei der nur der Stamm samt Wurzeln steht, (die mussten wir köpfen, der Stamm blieb) wohnt seit Jahren eine Holzbiene in einem mächtigen Loch Zopfie_doppeldaumen , da sah man immer schön das Sägemehl, das sie raus transportierte. Bei der Zwetschge wächst Seifenkraut, das bohrt die Holzbiene mit Vorliebe hinten an und saugt es aus. Sehr beeindruckend und sehr schön zu beobachten Zopfie_ja

@Gudrun wie schauen denn die Terrakotta-Hotels aus?
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#73
Bärmat,'https://www.tauschgartenforum.de/index.php?thread/16647-unser-selbst-entworfenes-und-gebautes-insektenhotel/&postID=459674#post459674' schrieb:wie schauen denn die Terrakotta-Hotels aus?
Ich antworte mal statt Gudrun, wenn ich darf: es sind quasi Wackersteine, also Form und Format etwa wie Ziegelsteine, vorne mit Löchern in verschiedenen Größen drin.

Gudrun,'https://www.tauschgartenforum.de/index.php?thread/16647-unser-selbst-entworfenes-und-gebautes-insektenhotel/&postID=459589#post459589' schrieb:Hotels zur Wilden
Googel mal genau danach im Netz, dann findest du Anbieter, die auch noch andere Variationen anbieten.
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#74
Eigentlich wollte ich ein Foto zeigen, aber das war zu groß ( wie ich das kleiner krieg, muss' ich noch schauen )
Weiß nicht, ob ich hier so verlinken darf wie im alten Forum Hotel zur wilden Biene (wildbiene.com)

Verlinkung entfernt, da kommerziell. Gruß Hexchen71
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#75
Gudrun,'https://www.tauschgartenforum.de/index.php?thread/16647-unser-selbst-entworfenes-und-gebautes-insektenhotel/&postID=459715#post459715' schrieb:Weiß nicht, ob ich hier so verlinken darf wie im alten Forum Hotel zur wilden Biene
Der Link könnte eventuell als gewerblich entfernt werden, weil ein Shop mit zur Website gehört. Gewerbliche Links darfst du nicht setzen. Deswegen hatte ich nur auf das Googlen verwiesen.

Hast du kein einfaches Bildbearbeitungsprogramm parat, wo du das Bild verkleinern kannst?
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#76
grünchen,'http://www.tauschgartenforum.de/index.php?thread/16647-unser-selbst-entworfenes-und-gebautes-insektenhotel/&postID=459327#post459327' schrieb:zu der Problematik mit selbstgemachten Lehmbauten (meist nicht geeignetes Material, weil zu harter Lehm, der nicht von den Insekten angenommen wird)
Ja, das sehe ich auch oft falsch. Ich schrieb es ja auch oben schon: nicht abgemagerter Lehm wird reißen wie verrückt. Zopfie_ja
Eine Idee könnte sein, sich Grünlinge zu besorgen, also ungebrannte Lehmziegel ,und diese an dann anzubohren. Natürlich müssen die absolut regengeschützt stehen. Ansonsten kann ich aus eigener Lehmbauerfahrung folgendes berichten. Unser Haus ist nicht nur innen mit Lehmziegeln ausgebaut und mit Lehm verputzt, sondern auch die Fugen des Außenmauerwerks wurden mit Lehmmörtel vermauert. Danach dann mit Kalkmörtel verfugt. Die uralte Verfugung war schadhaft und überall löcherig. Als wir diverse Fächer herausnahmen und neu aufmauerten, habe ich an der Süd - und Ostseite des Hause in allen Fugen Bienengänge und Larven gefunden. Der Lehmmörtel war sehr sandig, ich hätte gemeint, es müsste fetter gemischt werden. Zum Teil wurde auch mit Stroh vermischter Mörtel vermauert. Den nahmen wir zum verputzen. Inzwischen ist das ganze Haus neu verfugt und keine Biene kann mehr einziehen. Auch deswegen hatte ich an der Südseite Baumscheiben aufgehängt, um ihnen eine Alternative zu bieten.

Man kann selber Probemischungen herstellen. Da es bei mir selbst lange her ist, werde ich in unserem Lehmbau-Handbuch nochmal nachschlagen. Es gibt so Faustformeln bzw. einfache Testverfahren.
erny2006,'http://www.tauschgartenforum.de/index.php?thread/16647-unser-selbst-entworfenes-und-gebautes-insektenhotel/&postID=459372#post459372' schrieb:dann könnte man auch evtl. diese terassenbretter nehmen und die dicken nuten aufeinander legen. damit die nut nicht durchgängig ist kann man ja hinten mit lehm oder sowas zu schmieren.
Das ist im Prinzip eine gute Idee, finde ich. Grünchen schrieb es auch schon: man muss dann aber darauf achten, dass es unbehandelt ist. Und eigentlich würde ich auch noch gucken, ob man es als Nicht-Tropenholz bekommt, das weiß ich aber nicht.

menthe,'http://www.tauschgartenforum.de/index.php?thread/16647-unser-selbst-entworfenes-und-gebautes-insektenhotel/&postID=459504#post459504' schrieb:Ich nehme gerne bunt bedruckte Olivendosen
Das stelle ich mir sehr hübsch vor. Hast Du Bilder?
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#77
Ste,'https://www.tauschgartenforum.de/index.php?thread/16647-unser-selbst-entworfenes-und-gebautes-insektenhotel/&postID=459802#post459802' schrieb:Das ist im Prinzip eine gute Idee, finde ich. Grünchen schrieb es auch schon: man muss dann aber darauf achten, dass es unbehandelt ist. Und eigentlich würde ich auch noch gucken, ob man es als Nicht-Tropenholz bekommt, das weiß ich aber nicht.
die aus douglasie oder bankirai sind unbehandelt,lärche würde ich nicht nehmen da die immer wieder feine splitter aufstellt.
ich denk das die im handel befindlichen bretter aus bankirai inzwischen aus plantagen kommen und somit unbedenklich sind.
wer im Glashaus sitzt............

hat immer frisches Gemüse Zopfie_grinszahn
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#78
erny2006,'http://www.tauschgartenforum.de/index.php?thread/16647-unser-selbst-entworfenes-und-gebautes-insektenhotel/&postID=459836#post459836' schrieb:,lärche würde ich nicht nehmen da die immer wieder feine splitter aufstellt.
Ah, ok. Dann geht die nicht.
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#79
Zur Diskussion, wie schwierig es ist, brauchbare Lehmsteine für ein Insektenhotel herzustellen, hab ich in unserem Lehmbauhandbuch nachgeschaut. Es ist von Gernot Minke, "Lehmbau-Handbuch, der Baustoff Lehm und seine Anwendung", im Ökobuch-Verlag erschienen. Wir haben die Ausgabe von 1994.

Ich versuche mal, die nötigsten Informationen, wie Lehmsteine gefertigt werden könnten, wiederzugeben. In dem Buch geht es nicht um den Bau von Insektenhotels, insofern gibt's keine spezifischen Informationen. Zopfie_zwinkgrins

Für die Herstellung von Lehmsteinen sollte sandiger Lehm verwendet werden.

Um die Zusammensetzung des Lehms vorab zu prüfen, kann man z.B. folgende einfache Tests durchführen.

Reibe-und Wischtest:
feuchte Lehmprobe zwischen Fingern und Handfläche zerreiben. Wenn sich die Masse körnig anfühlt, deutet das auf einen hohen Sandgehalt hin. Klebt der Lehm an der Hand, lässt sich aber nach dem Trocknen leicht abrubbeln und der Rest mit Wasser leicht abspülen, ist der Schluffgehalt hoch. Klebt die Masse fest an der Hand und lassen sich die Reste nicht leicht abrubbeln und auch erst nach längerer Zeit abspülen, so deutet es auf einen hohen Tongehalt.

Beim Schneidetest wird eine Lehmkugel mit einem Messer zertrennt. Ist die Schnittfläche mattglänzend, liegt schluffiger Lehm vor, glänzt sie stark, ist es toniger Lehm. Sandiger Lehm würde beim Schneiden eine durch Sandkörner aufgerauhte Schnittfläche zeigen.

Gut geeignet erscheint mir auch der Falltest. Gern würde ich das Bild aus dem Buch abfotografieren, um es anschaulicher zu machen. Ich weiß aber nicht, ob ich das darf? @Hexchen71 könntest Du mir das kurz noch mal schreiben? Beim Kugelfalltest soll der Lehm so trocken sein, dass er sich gerade noch zu einer Kugel (4 cm Durchmesser) formen lässt. Diese wird aus einer Höhe von 1,5 m fallen gelassen. Zerbröselt sie am Boden völlig, ist der Lehm so sandig, dass er sich nur zur Herstellung von Mörtel eignet. Verformt sich die Kugel nur zu einem flachen Fladen mit keinen oder sehr wenigen Rissen, ist der Lehm sehr tonhaltig=fett, hat eine hohe Bindekraft und sollte mit Sand abgemagert werden. Fallen äußere Teile der Kugel ab, bleibt aber der größte Teil der Kugel als Klumpen erhalten, eignet sich der Lehm zur Herstellung von Lehmsteinen oder Stampflehm.

Kurzer Einschub eigener Erfahrung: Lehm lässt sich deutlich leichter verarbeiten, wenn er über mindestens einen Winter draußen gelagert wurde und durchfrieren konnte. Dazu eine Plane so auslegen, das Wasser ablaufen kann, den Lehm vielleicht 10 bis 20 cm hoch ausbreiten. Nicht abdecken. So lagern, dass nicht allzu viel organisches Material drauffallen kann. Nach dem Durchfrieren ist der Lehm sehr feinkrümelig und trocken und lässt sich deutlich leichter anmischen! (Außerdem kommt der Kleiber und holt sich was, um seinen Nesteingang zu verschmieren, sehr hübsch Zopfie_zwinkgrins )

Lehmsteine können durch Einfüllen breiiger Konsistenz, durch Einwerfen plastischer Konsistenz oder durch Stampfen von erdfeuchtem Lehm in entsprechende Rahmen aus Holz hergestellt werden. Einwerfen ist die am meisten benutzte Methode. Hierzu wird sandiger Lehm mit Wasser und Strohhäcksel angemischt und mit großem Schwung bzw. Kraft mit beiden Händen in die Form geworfen. Es hat sich gezeigt, dass das kräftige Einwerfen möglichst der ganzen benötigten Menge auf einmal die besten Ergebnisse zeigt. Das Material wird so am besten verdichtet und die Festigkeit des Steins nach der Trocknung ist am höchsten. Überschüssiges Material mit einer Leiste abziehen. Nachfüllen oder Einfüllen/Einwerfen in Schichten, weil das Material nicht ausreicht, sollte vermieden werden. Es führt zu Rißbildungen und mangelnder Festigkeit. Die Form wird ruckartig hochgezogen, der Stein sollte dann leicht antrocknen. Zum endgültigen Trocknen sollte der Stein auf der Schmalseite gelagert werden! Lagern auf der flachen Seite führt zu ungleicher Austrocknung und Rissen!


Beim Einstampfen von Lehm in Formen muss mit bis zu 8 % Zement stabilisiert werden, da sonst mangels Wasser und Mischvorgang die Bindekraft nicht ausreicht.

Soweit die Informationen, die ich dem Buch entnommen habe.

Kleinere Mengen Lehm können mit kräftigen Bohrmaschinen und Quirlen (am besten die, die unten nicht vollständig durch einen Ring geschlossen sind) angemischt werden. Es ist wichtig, einige Zeit zu mischen, auch wenn man meint, die Bestandteile hätten sich schon vermischt. (So wie beim Backen eines Rührteiges, der braucht ja auch ein bißchen Zopfie_zwinkgrins )

Boah, das war jetzt lang. Und hoffentlich interessiert es überhaupt jemanden. Kichergirl Ach so, ich will mich noch selbst noch korrigieren: Grünlinge werden gebrannt, ich hatte es falsch geschrieben.

:girliehut
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#80
Ste,'http://www.tauschgartenforum.de/index.php?thread/16647-unser-selbst-entworfenes-und-gebautes-insektenhotel/&postID=459997#post459997' schrieb:Ich weiß aber nicht, ob ich das darf?
Leider Zopfie_nein
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