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Ich habe im Sommer immer wieder Probleme unseren lehmigen Boden zwischen den Pflanzen aufzulockern. Lange Streifen bekomme ich gut mit dem Sauzahn gelockert, Beete mit der Grabegabel geht auch.
Für die kleineren Stücke werde ich mir in den nächsten Tagen eine stabile Gartenkralle bauen. Die kleinen Teile aus dem Gartencenter machen keinen guten Eindruck und sind mir von der Krallenlänge mit max. 7 cm einfach zu kurz. Die längeren sind dann aber wieder zu breit.
Zur eigentlichen Frage.
Wie tief sollte man den Boden auflockern, ohne die Microorganismen, die Pflanzen Wurzeln und sonstiges im Boden zu schädigen?
Muß ich sonst noch was beachten um nicht mehr Schaden als Nutzen zu erreichen?
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Eigentlich reicht die Oberfläche bzw. die 7 cm Krallenlänge sollten dicke ausreichen.
Es geht auch nur darum, die Kapillaren für den Wasserverlust dabei zu zerstören, damit es die Feuchtigkeit etwas länger im Boden hält.
Dünger soll man ja auch nur oberflächlich einarbeiten - runter gespült wird der bei Regen und beim Gießen von alleine. Sooo tief wurzeln ja die meisten Kulturpflanzen auch nicht, jedenfalls nicht mit den Haarwurzeln.
LG Rena
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Der Boden ist hier meist so fest das ich mit der Grabegabel, bis 20 cm Tiefe, nur Blöcke absteche. Den Dreizack bekomme ich nur 1-2 cm in die Erde und der Stil wird immer kürzer. Beim giessen bleibt das Wasser oben stehen und verdichtet den Boden sofort wieder. In dem harten Boden kommen die Wurzeln kaum in tiefere Schichten.
Ich möchte so tief wie möglich auflockern damit die Pflanzen tiefer Wurzeln können, natürlich ohne Schäden anzurichten.
Bodenlebewesen sollen sich hauptsächlich in den oberen 30 cm befinden. Störe ich diese wenn ich 15 cm tief lockere?
Den Dünger arbeite ich erst nach dem lockern mit dem Dreizack in die obere Schicht ein.
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Solange du nicht alles von unten nach oben beförderst, nicht
LG Rena
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Hei, wir haben ja auch tonigen Lehm. Das ist schon hardcore.
Im Frühling gabele ich den so tief durch, wie etwa die Grabgabel reinsticht. Immer 5cm Schollen abstechen und zertrümmern.
Letztes Jahr hab ich ja so 12 Liter Bokashi/qm etwa 20cm tief verbuddelt, vorher die Erde auf die Seite gehoben, so tief, damit kein Ungeziefer angelockt wird. Habe Mäuse genug. Das hat wirklich sehr lockeren Oberboden ergeben, nach der Sommersaison. Wie lange das anhält kann ich nicht sagen...weil mein Boden auch Kompost "frisst" der ist nach kürzester Zeit nicht mehr zu sehen und es liegt wieder hartgebackener Lehm vom mir. Versuche halt auch so viel wie möglich zu mulchen..immer dünn und rechtzeitig nachlegen. Futter für die Würmer.
Zwischendurch locker ich eigentlich nicht. Nur wenn ich etwas pflanzen will und dann auch nur an der Stelle...dafür wie gesagt alles was im Garten anfällt in so 5cm lange Stückchen schneiden und als Mulch rund um die Pflanzen schütten.
Oberflächliche Bodenbearbeitung mache ich, wenn ich es dochmal für nötig halte, mit dem Schäufelchen oder mit einer japanischen Gartenhacke.
So einen Metallring, mit dem man Unkraut kurz unter dem Boden abschneiden kann, nehme ich auch gerne.
Die 3 Sachen schließen auch die Kapilare.
VG Monika
 Man wird so alt wie ne Kuh und lernt immernoch dazu
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Du könntest aber auch zusätzlich im Winter winterharte Gründüngungspflanzen zur Bodenverbesserung / Auflockerung anbauen.
LG Rena
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(24.11.2025, 14:01)zitze schrieb: Solange du nicht alles von unten nach oben beförderst, nicht 
Das hört sich doch gut an, danke.
Ich hab meist im Spätsommer noch Buschbohnen und Erbsen gesät, wenn es Ernte gab war es schön, wenn der Frost schneller war diente es wenigstens noch zur Düngung. Alles blieb über den Winter liegen und wurde im Frühjahr untergegraben.
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(24.11.2025, 14:37)Mowa schrieb: Hei, wir haben ja auch tonigen Lehm. Das ist schon hardcore.
Im Frühling gabele ich den so tief durch, wie etwa die Grabgabel reinsticht. Immer 5cm Schollen abstechen und zertrümmern.
Letztes Jahr hab ich ja so 12 Liter Bokashi/qm etwa 20cm tief verbuddelt, vorher die Erde auf die Seite gehoben, so tief, damit kein Ungeziefer angelockt wird. Habe Mäuse genug. Das hat wirklich sehr lockeren Oberboden ergeben, nach der Sommersaison. Wie lange das anhält kann ich nicht sagen...weil mein Boden auch Kompost "frisst" der ist nach kürzester Zeit nicht mehr zu sehen und es liegt wieder hartgebackener Lehm vom mir. Versuche halt auch so viel wie möglich zu mulchen..immer dünn und rechtzeitig nachlegen. Futter für die Würmer.
Zwischendurch locker ich eigentlich nicht. Nur wenn ich etwas pflanzen will und dann auch nur an der Stelle...dafür wie gesagt alles was im Garten anfällt in so 5cm lange Stückchen schneiden und als Mulch rund um die Pflanzen schütten.
Oberflächliche Bodenbearbeitung mache ich, wenn ich es dochmal für nötig halte, mit dem Schäufelchen oder mit einer japanischen Gartenhacke.
So einen Metallring, mit dem man Unkraut kurz unter dem Boden abschneiden kann, nehme ich auch gerne.
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VG Monika
Das hört sich ähnlich an wie bei uns!
Anfang des Jahres hab ich auf 6m² fast 500 Liter Pflanzenerde eingearbeitet, da passten jetzt noch 250 Liter 2 Jahre alter Ziegenmist drauf. Würmer finde ich kaum welche, ausser jetzt wo der Ziegenmist drauf kam lassen sich wieder einige sehen.
Der Boden wird gaaaaanz langsam lockerer, zum mulchen ist aber kaum noch Platz da ich sehr dicht pflanze. Wenn es im Sommer regnet steht das Wasser im Beet, versickert extrem langsam und danach ist der Boden wie versiegelt. Deshalb will ich es mal mit der Gartenkralle probieren. Stabiles Material, Schweißgerät und Zeit sind vorhanden. Unkraut wächst hier nur nach einem ergiebigen Regen, da brauche ich nicht viel arbeiten.
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Besser als nix, aber ich meinte eher Tiefwurzler wie Luzerne, auch eine Leguminose d.h. auch noch zusätzlich Stickstoffsammler
LG Rena
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(24.11.2025, 18:19)zitze schrieb: Besser als nix, aber ich meinte eher Tiefwurzler wie Luzerne, auch eine Leguminose d.h. auch noch zusätzlich Stickstoffsammler  Ich hab gerade mal Luzerne gegockelt, die sollte bis August gesät werden. Da sind die Beete alle noch belegt. Meist sind die Beete bis Anfang Oktober und länger fast komplett besetzt. Unser Minigarten gibt einfach nicht mehr Platz her.
Erholung gibt's über den Winter, da bleibt er von November bis März fast leer.
Die Wurzeln aller abgeernteten Pflanzen, ausser Kohl, bleiben bis zum Frühjahr im Boden.
Wenn euch sonst noch was einfällt immer raus damit.
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